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Die über 100 Seiten lange Arbeit bemüht sich, die Ätiologie der Perversionen vom Standpunkt der sogenannten Reflexologie aus aufzudecken. Der Autor glaubt, mit folgendem Gedankengang das Wesentliche getroffen zu haben:
Im Normalfall gibt es schon beim kleinem Kinde einen „Erektionsreflex“, erst in der Pubertät einen „Ejakulationsreflex“, der dann durch jenen unterstützt wird und sich mit ihm zusammen entwickelt. Mit dieser Verbindung entsteht erst der Geschlechtstrieb, das ist die Summe „aggressiver Reflexe“ zur Entladung des mit der Erektion verbundenen Spannungszustandes. [!] Wenn es Sexualrindenzentren gibt, sind diese von den (ihrerseits hormonal bedingten) Reflexen abhängig, in denen das Wesentliche des Geschlechtstriebs zu suchen ist. Der diese Reflexe auslösende Reiz ist bei den Tieren zunächst der Geruch des Sexualpartners, später durch „Assoziationsreflexe“ auch sein Anblick, seine Stimme u. dgl.
Zum Verständnis der Perversionen wird nun an eine „Regel in der Reflexologie“ erinnert, „nach der ein durch die grundreflexogene Reizung hervorgerufener. Reflex sich in Gestalt eines Assoziationsreflexes mit der vorhergehenden und sie begleitenden assoziativen Reizung verbindet.“ Mit anderen Worten: Wenn durch mehrminder zufällige Umstände der Geschlechtstrieb gleichzeitig mit einem „perversen“ Reiz geweckt wurde, verbindet sich dieser als „Assoziationsreflex“ mit jenem und so entsteht die Perversion. Das wird im einzelnen für Eja-culatio praecox, Onanie, eine „Tastungsperversion“, eine „Kampfperversion“, für den „Eifersüchtler“, den Exhibitionisten und Voyeur, den „Lecker“, den Sadisten und Masochisten, den Fetischisten, Gerontophilen und Kinderliebhaber und endlich für den Inversen ausführlich gezeigt. Immer handelt es sich um die Ausbildung von pathologischen „Assoziationsreflexen“, bei den „vollständig Perversen“ geht diese auf eine „Umleitung der Geschlechtsfunktion in der Anfangs-periode der Geschlechtsreife zurück“, eine unvollständige Perversion kann auch dur