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Nach einleitenden Betrachtungen über das gegenseitige Verhältnis von Kontrektations-, Detumesienz-, Geschlechtstrieb, Orgasmus und Ejakulation kommt Moll auf die weibliche Frigidität zu sprechen; diese beruht darauf, daß die für den Mann ejakulations- und orgasmusaus-lösenden Reize nicht auch bei der Frau die gleiche Wirkung haben. Als Ursachen oder mögliche Ursachen werden besprochen: Daß der Geschlechtsakt bei der Frau langsamer verlaufe, mangelnde Potenz des Mannes, weibliche sexualhemmende Erziehung, Elektivismus der Frau (dabei ist von „starker Beteiligung der Psyche bei der sexuellen Anästhesie der Frau“ die Rede), örtliche Erkrankungen, Erregbarkeit nur an der Klitoris, statt an der Vagina (dieser Punkt wird recht kurz abgehandelt), hysterische Anästhesie, fortgesetzte Masturbation, die an bestimmte, beim Koitus nicht auslösbare Reise fixiert — ob Anästhesie zur Sterilität führen kann, erscheint Moll sehr fraglich — die Therapie müsse je nach der Ursache eine verschiedene sein: Hypnose, bloße Belehrung und Aufklärung, gynäkologische Behandlung.
Dr. O. Fenichel (Berlin).