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Die Arbeit beschäftigt sich mit jenen schizophrenen Endzuständen, die mit vorwiegender Wahnbildung einhergehen. Es lassen sich folgende Einheiten herausheben: 1. solche, bei denen in der akuten Periode ein Wahn plötzlich gebildet wird (Eruptivwahn), von nun an persistiert und unverändert im Vordergründe des Bildes bleibt, 2. je nach prozeßhafter Verstimmung wechselnde Wahnbildung, 3. rein paranoischer Wahn, 4. von manisch-depressiven Phasen abhängiger Wahn. Die Paraphrenie läßt sich von der Dementia praecox nicht abgrenzen. Die 115 Seiten starke Arbeit ist reich an ausführlichen Krankengeschichten und sehr wichtigem und interessantem Material, die sich in einigen Fällen über Jahrzehnte erstrecken. Klinisch ist die Arbeit wertvoll. Hätte aber der Autor auch nur einige psychoanalytische Gesichtspunkte zu den seinen gemacht, so wären wir um wesentliche Erkenntnisse bereichert: das vorzügliche Material hätte Anhaltspunkte geliefert, wie sie dem Kliniker selten zur Verfügung stehen. Der Autor weiß, wie er selbst zugibt, nichts zu der Frage zu sagen, wie „gerade die so und so formulierten Vorstellungen zu der unsinnig (!) heftigen Affektbetonung“ kommen. „Sie sind eben prozeßhaft.“ Freuds „Ausdeutungen“ der Dem. par. des Senatspräsidenten Schreber werden kritisiert: „Wenn je Freud sich er- und nachweislich geirrt hat, so in diesem Falle. Nicht als ob die von ihm dargelegten Zusammenhänge bei Schreber nicht vorhanden gewesen sein konnten oder meinetwegen auch vorhanden waren — irrig sind aber die Schlußfolgerungen und Verallgemeinerungen. Sekundäres und Akzidentelles erhebt Freud zum Typischen und kausal Bedingten und Bedingenden. Nach Freud soll bei paranoiden Erkrankungen die Abwehr des homosexuellen Wunsches im Mittelpunkt des Krankheitskonfliktes zu erkennen sein, sie seien alle an der Bewältigung ihrer unbewußt verstärkten Homosexualität gescheitert. Leider muß Freud selber betonen, daß Schreber in den Zeiten der Gesundheit kein Zeichen von Homosexualität in vulgärem