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Eine sechsundzwanzigjährige Frau, die bis dahin nichts Auffälliges geboten hat, beginnt, während ihr Mann im Felde weilt, zunächst ein Verhältnis; sie hat dann durch Vermittlung einer Prostituierten, der sie dafür Geld gab, Sexualverkehr mit vielen Unteroffizieren und Soldaten. Wegen sexueller Exzesse und Verschwendungssucht kommt sie in eine Privatanstalt, wo sie unter anderem schamlos Details aus ihrem Sexualleben erzählt. Später wird sie entmündigt, lebt in gleicher Weise weiter, akquiriert eine Lues, kommt wieder in eine Anstalt. Der Vormund schlägt eine Röntgenkastration vor. Autor lehnt sie ab und begründet dies ethisch (es wäre eine Unaufrichtigkeit gegenüber der Frau) und medizinisch (der Erfolg wäre sehr fraglich; Versuche, Homosexualität durch Röntgenkastration zu beseitigen, sind fehlgeschlagen). Kein Hinweis, der ein psychoanalytisches Verständnis des Falles anbahnen könnte.
Dr. O. Fenichel (Berlin).