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Orgasmus mit zeitweilig fehlender Ejakulation ist mehrfach beschrieben. Ferenczi berichtet über einen orgastischen Traum ohne Pollution (Int. Ztschr. f. PsA., 1917, Nr. 4). Er meint dort, daß der unbewußte Sexualwunsch zu schwach sei, um den Samenerguß zu erzeugen; nur der starke, unbewußte Wunsch habe Zugang zur Körperlichkeit, während vorbewußte Wünsche nur psychische Vorgänge auszulösen vermögen.
Der Autor berichtet hier über eine Potenzstörung, die sich durch konstant fehlende Ejakulation trotz vorhandenem Orgasmus ausdrückte. Die Trennung des Orgasmus von der Ejakulation ist gewiß nichts Merkwürdiges und Verfasser verweist auch auf die durch die Psychoanalyse nachgewiesene Unabhängigkeit des Orgasmus vom Genitale, das durch jede bevorzugte erogene Zone insofeme ersetzt werden ltann, als an einer solchen orgastische Empfindungen mit den verschiedensten organischen Folgeerscheinungen ausgelöst werden können.
Dr. Felix Deutsch (Wien).