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Die Psychoanalyse bezweckt, unbewußte Strebungen bewußt zu machen und sie, die nur nach Lust ausgehen, in die Realität einzugliedern. Zum Unbewußten gelangt man durch die freien Assoziationen sowie durch die Handlungen, das ganze Verhalten des Patienten, also durch seine Mitteilung einerseits in Worten, andererseits in Darstellungen. Da hiebei der Arzt innerhalb der vier Wände des Behandlungszimmers das einzige lebendige Objekt des Analysanden ist, wird er zum Gegenspieler dieser Darstellung. Der größte Teil des Materials erscheint in dieser Form der „Übertragung auf den Arzt“. Seine Aufgabe ist es, schon in den ersten Andeutungen der Darstellungen die Triebkräfte zu erkennen und dem Patienten bewußt zu machen.
Das Verfahren ist langwierig und fordert nicht nur vom Hilfesuchenden, sondern vor allem vom Arzt Zeitaufwand, d. h. Liebe und Geduld, d. i. Zurückdrängen der Neugier und des Betätigungstriebes, sowie Verzicht auf rasche Erfolge, in deren Glanze er sich narzißtisch spiegeln könnte. Das ist nicht leicht, und selbstverständlich ist der Wunsch abzukürzen. Allzugern tritt man aus seiner Reserve, und vergessend, daß es sich um verdrängte Regungen des Kranken handelt, die durch Gegenströmungen von seinem Bewußtsein ferngehalten werden — drängt man aktiv sich seine Wünsche, seine Assoziationen auf, behebt aber so nie die Ursache der Krankheit: die individuellen Verdrängungen des Kranken, macht nie die dem Kranken ureigenen Begressionen rückgängig, paßt ihn nie seiner ihm gegebenen Realität ein.
Einen Weg scheint es jedoch zu geben, der die Analyse abkürzt, ohne die Richtung, die durch die analytische Theorie gezeigt wird, zu verlassen. Den Wegweiser bietet eine Beobachtung, die jeder Analytiker schon oft, ohne es zu wollen, infolge eines technischen Fehlers machte: Häufig