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Ich möchte hier den schwierigen Versuch wagen, eine längere, überreiche Analyse in kurzer Zusammenfassung wenigstens annähernd darzustellen. Trotz aller Schwierigkeiten und der notwendigen Unzulänglichkeit eines solchen Unternehmens bietet der Fall so mannigfach Lehrreiches, daß ich es nicht für unnütz erachte, vorderhand nur einen Einblick in bisher kaum beobachtete Verhältnisse zu eröffnen, indem ich mir eine tiefer dringende Erörterung des Falles Vorbehalte.
Ein zwanzigjähriger Universitätshörer kam im Februar 1922 mit eigentümlichen Anfällen in meine Behandlung. Diese Anfälle, die zuerst im Juni 1921 aufgetreten waren, meldeten sich anfangs selten und dauerten nur ein bis zwei Minuten; dann aber wurden sie immer häufiger und steigerten sich derart, daß der Kranke im August desselben Jahres auf sechzehn Tage, im September auf acht Tage in die hiesige psychiatrische Klinik überführt werden mußte.
Der Verlauf der Anfälle ist folgender: Patient wird erregt, heiter oder ärgerlich, spricht viel und schreckt die Umgebung, insbesonders die Mutter, mit Drohungen, er werde etwas Schreckliches anstellen: dann legt er sich auf den Boden, gebärdet sich wie ein Kind, das „schlimm“ wird, schmollt, raunzt, weint, zeigt eine objektlose Unzufriedenheit, die auf keinerlei Art zu besänftigen ist, wiederholt immer: Nichts ist gut, es ist nicht gut, weder so noch so. — Inzwischen beobachtet er sich selbst, die Eltern, sucht sie-weiter zu reizen, am Ende stürzt er die Stühle um, schlägt die Fenster,