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Die französische Literatur wächst und man kann gewiß sagen, daß das vorliegende Werk das wertvollste der bisher erschienenen ist. Wie man ja bei französischen Schriftstellern voraussetzen darf, ist es in lebendigem und sehr fesselndem Stil geschrieben. Es ist keine systematische Abhandlung, sondern verfolgt den Zweck, die Ärzteschaft in Frankreich mit dem Thema bekannt zu machen, dem sie zum großen Teil noch fremd gegenübersteht. Die Methode der Darstellung, durchwegs an Hand von realem Material, Beispielen, Fragmenten aus Krankengeschichten, Erläuterungen usw., ist zu diesem Zweck vorzüglich geeignet. Daher bildet das Buch sowohl eine wertvolle Sammlung von konkretem Material als auch eine überzeugend geschriebene Darstellung der Theorie und Praxis der Psychoanalyse. Wie aus den Kapitelüberschriften ersichtlich, befaßt sich das Buch hauptsächlich mit medizinischen Problemen: I) Historique. — II) Notions générales de la psychanalyse. — III) Le mécanisme des névroses. — IV) La frigidité de la femme. — V) La contagion mentale et les répercussions organiques. — VI) Les mondes imaginaires. — VII) L'homosexualité. — VIII) L'impuissance. — IX) Le symbolisme. — X) Le symbolisme des rěves. — XI) Technique de la psychanalyse. — XII) La psychanalyse au point de vue extra-médical.
Einige Worte der Kritik. Das schwächste Kapitel dürfte wohl das über die Technik sein. Die Autoren befassen sich mit den Äußerlichkeiten, die ja gewiß nicht unwichtig sind, mehr als nötig wäre und machen das Wesentliche des Heilungsprozesses selbst nicht klar. Die Stellen über Suggestion sind ungenau und die Identität mit der Übertragung nicht klar herausgearbeitet. Zweifelsohne liegt die Schuld daran zum großen Teil in der Rücksicht auf das Publikum, für das dieses Buch bestimmt ist, aber dies vermindert seinen sachlichen Wert. Der historische Teil enthält zu viele Irrtümer und wir finden es verwunderlich, daß man diesen nicht einem älteren Kollegen zur Nachprüfung der einzelnen Punkte unterbreiten k