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Zu Beginn des vergangenen Jahres waren es vornehmlich zwei Themen von allgemeinem Interesse, denen die englische Öffentlichkeit einen großen Teil ihrer Aufmerksamkeit zugewendet hatte. Das eine war die Frage der weiblichen Erziehung, wobei die Ansicht vorwaltete, daß die Erweiterung der weiblichen Bildung ein Mißgriff gewesen sei, daß es aber Infolge des außergewöhnlich starken Bevölkerungsüberschusses an Frauen ntwendig sei, außer der Ehe noch andere Berufsmöglichkeiten für sie zu finden; das zweite Thema war die Unterdrückung gewisser Bücher wegen ihres unsittlichen Inhalts, weil sie den Frauen hinsichtlich der Anwendung empfängnisverhütender Mittel Rat erteilten. Die psychoanalytische Forschung lehrt uns in einem auffälligen Affekt das sichere Anzeichen eines verdrängten Konfliktes zu erkennen, und die merkwürdige Tatsache, daß zwei Themen, die beide dieses Phänmen hervorbrachten, gleichzeitig in den Zeitungen auftauchten, scheint darauf hinzuweisen, daß es sich hier nicht bloß um ein zufälliges Zusammenwirken handelt, sondern um ein geheimes Band zwischen ihnen. Es ist das Ziel der folgenden Arbeit, diesen unbewußten Zusammenhang nachzuweisen; die Untersuchung führt zu der Quelle und dem Ursprung des späteren Forschungstriebes, der bei Kindern beiderlei Geschlechtes zunächst als Neugier auftritt und der elterlichen Autorität zumeist unwillkommen ist.
Wenn wir auf die Stufen zurückblicken, welche die weibliche Bildung erklommen hat, um, nicht ohne schwere Kämpfe, auf ihrer heutigen Höhe anzulangen, so finden wir sie fast stets weit hinter der männlichen zurückbleibenod. In früheren Zeitaltern ruhte die geistige Ausbildung meist in der Hand religiöser Körperschaften, die aus Motiven, mit denen wir uns sogleich beschäftigen werden, ihr Interesse hauptsächlich darin sahen, die Frau von den Zeremonien und Riten auszuschließen, ja sogar öfters ihr eine Seele und die Vorteile eines künftigen Lebens abzusprechen. In