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Eine trotz der phänomenologischen Beschränkung überaus anregende Arbeit, aus deren unbehauenen Steinen die Psychoanalyse erst den durch Verstehen gekrönten Aufbau leisten wird. Auf ausführliche Literaturangaben über das normale und pathologische Glücksgefühl und eine beträchtliche Kasuistik vom gewöhnlichen klinischen Umfang folgt ein Kapitel über die Analyse der Glückserlebnisse, das aber keineswegs auf kindliches oder unbewußtes Erleben eingeht und über die Psychogenese so gut wie nichts erhebt. Namentlich die religiösen (Bekehrungs-) Glücksgefühle erscheinen völlig unmotiviert, völlig autochthon! Es liegt dem Psychoanalytiker nahe, Regressionen auf die Mutterleibssituation und Ur-Lust sowie auf Vereinigung mit dem Yater (Gott-Vater) unter Aussöhnung mit dem Über-Ich anzunehmen — doch wäre dies an gründlich analysiertem klinischen Material zu erweisen. Ref. hebt noch ergänzend hervor: die Glücksgefühle in gewissen Träumen und im déjà vu.
Hitschmann (Wien)