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In diesem Werke, dessen Titel das größte Interesse der ganzen psychoanalytischen Welt erweckt, versüchen die beiden Autoren in gemeinsamer Arbeit die grundlegenden Probleme der psychoanalytischen Therapie von zwei Gesichtspunkten aus zu behandeln: von dem systematischen und dem historisch-kritischen. Ein solcher Versuch nimmt in der psychoanalytischen Literatur eine besondere Stelle ein, da er in einer Hinsicht — als systematische Zusammenfassung — eine Neuigkeit darstellt. Eine prinzipielle Untersuchung der Grundlagen der psychoanalytischen Therapie, eine systematische Darstellung der seelischen Vorgänge während der Kur wurde bisher im Rahmen einer zusammenfassenden Arbeit nicht versucht. Freud selbst, der die Entwicklung der von ihm geschaffenen Wissenschaft von Anfang an mit der intuitiven Sicherheit des empirischen Forschers gelenkt hat, vermied sehr lange systematische Publikationen. Sein Standpunkt war, der jungen Erfahrungswissenschaft die größtmögliche Bewegungsfreiheit in der Begriffsbildung zu gewähren, die Unmittelbarkeit der Beobachiung nicht durch allzu friihe Systembildung zu hemmen. Nicht. zuletzt ist es diesem seinem konsequenten Verhalten zu verdanken, daß die Psychoanalyse nach kurzer Zeit über ein ungewöhnlich reiches Beobachtungsmaterial verfügte, und daß ihre Begriffe und Abstraktionen auf die lebendige Mannigfaltigkeit von Erfahrungssätzen aufgebaut sind. Je reicher das Erfahrungsmaterial, um so schwieriger, aber auch vornehmer die wissenschaftliche Aufgabe, diesen Beobachtungsschatz unter allgemein gültige Prinzipien zu bringen.
Mit dieser Schwierigkeit hatten unsere Autoren zu kämpfen gehabt, und es muß ihnen an erster Stelle gutgeschrieben werden, daß sie diesem Kampfe nicht ausgewichen sind, daß sie in ihrem prinzipiellen Darstellungsversuch der psychoanalytischen Tradition treu geblieben sind lInd den Zusammenhang mit den