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Freuds Theorie von der Entstehung der Angst aus dem Erlebnis des Kindes während seiner Geburt hat die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß neben dem Gebärvorgang, dem bisher die Geburtshilfe ihr hauptsächliches Augenmerk geschenkt, auch ein Vorgang des Geborenwerdens besteht, daß das Kind nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt der Geburt ist. Außer Ranks bekanntem Buch zeitigte diese Einstellung die feinsinnigen Arbeiten von Alexander und Garley.
Dieselbe Zeit brachte auf organischem Gebiete eine wichtige Parallelerscheinung: Dr. Philipp Schwartz, Privatdozent am Frankfurter Pathologischen Institut, fand, — von der Annahme ausgehend, daß nach Sprung der Fruchtblase die Differenz des Druckes zwischen Gebärmutterinhalt und Außenwelt in den vorliegenden Kindesteil, also in der Regel den Schädel, Blut pressen müsse, — bei der Sektion von hunderten während oder kurz nach der Geburt verstorbenen Kindern Gehirnveränderungen. Da waren zahlreiche Rupturen größerer und kleinerer Venen mit ihren schon mit bloßem Auge wahrnehmbaren Schädigungen; da die kleineren