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Lehrreiche Polemik gegenüber der Jaspersschen Anschauung von der Gegensätzlichkeit des Verstehens und des Erklärens in der wissenschaftlichen Methodologie. Jaspers bestreitet, wie bekannt, die Möglichkeit der kausalen Erklärung innerhalb der verstehenden Psychologie. Jede kausale Forschung müsse — nach Jaspers — in außerbewußte Grundlagen des Seelischen dringen, während die verstehende Psychologie im Bewußtsein stecken bleiben müsse. Verfasser weist nun die Selbstwidersprüche der Jaspersschen Auslegungen nach und findet die Stellungnahme Jaspers' in zwei Vorurteilen begründet: in einem somatischen Vorurteil, das alles Psychische auf Körperliches zurückführen will, und in einem Vorurteil, welches in der Kausalität einen mechanischen Zusammenhang erblicken möchte. Auf Freudsche Gedankengänge wird, doch zu wenig, verwiesen. Verfasser stimmt Jaspers darin bei, daß nicht alles Seelische aus bloß Triebhaftem zu verstehen ist, es gebe ja noch außer den triebhaften Anlagen „Einstellungen“, „Ideen“, „Wertungen“ als letzte „Positionen“ des Erklärens.
Hermann (Budapest)