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Inhaltlich baut sich diese Arbeit auf folgenden drei Grundprinzipien auf: 1) Jedes einzelne individuelle Erleben durchläuft eine phylo- und ontogenetisch vorgebildete Stufenleiter nacheinander folgender Entwicklungsphasen. 2) Jedes psychische Gebilde ist von einem Saume, der „Sphäre“, umgeben, eben darin die überwundenen Inhaltsbezüge mit sich tragend. 3) Wirklichkeitsanpassung, Denken, Begriffsbildung sind nur von der Biologie aus zu verstehen, unser ganzes psychisches Leben entfaltet sich auf triebhafter Grundlage. — Bei der Schizophrenie wird nun eine regressive Entwicklungshemmung des Denkens vorgefunden, das Denken gibt seine Produkte noch vor der endgültig möglichen Entwicklungsphase dem Bewußtsein ab, dadurch kommt das sphärische Material zur Herrschaft, jedoch nicht in logisch-klarer Weise gesondert, sondern durcheinander gewürfelt. „Auffassungsgrundlage“ und „Bedeutungsakt“ sind im schizophrenen Denken abgeändert, und zwar abgeändert nach den jeweilig vorhandenen biologischen Bedürfnissen. Bezüglich der Pathogenese der Schizophrenie schließt sich Schilder derjenigen Auffassung an, nach welcher es sich hier um eine Intoxikation handle, die körperlich (nicht seelisch)-konstitutionell vorbereitet ist. Durch diese Intoxikation wird eine primitive Reaktionsweise der Psyche auf ihre Probleme herausgezwungen. — Im Kapitel „Körper und Welt“ werden diese zwei Korrelatbegriffe, ihre mehr-weniger schwankende Grenze und die Verwischung dieser Grenze einer in den Narzißmus und in die magische Denkweise mündenden Analyse unterworfen.
Methodologisch will sich die vorliegende Arbeit mit der Phänomenologie und der Psychoanalyse auseinandersetzen. Der psychoanalytisch orientierte Leser wird durch eine weitgehende Bestätigung psychoanalytischer Anschauungen erfreut. Was aber die Phänomenologie, im Husserlschen Sinne gemeint, betrifft, hat diese kaum etwas bei der Erforschung neuer Tatsachen dem Verfasser geholfen. Ref. will hier nicht in eine Kritik dieser philosophischen Rich