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Ein detailliertes Referat über das behandelte Gebiet erübrigt sich, weil nichts Neues geboten wird, vielmehr werden längst bekannte, auch falsche Auffassungen über Reflex, Wille, Vorstellung, suggestiven Rapport usw. allzu breit und zum Teil in neuer Terminologie behandelt. Breite und Knappheit der Ausführungen stehen in keinem Verhältnis zur Wichtigkeit der klinischen Tatsachen. So sind z. B. der Impotenz und ihrer Behandlung 13 Zeilen gewidmet. — Die im Vorwort angekündigte „Besprechung der Psychoanalyse“ beschränkt sich auf die Konstatierung, daß „die … von Breuer und Freud, O. Vogt und anderen ausgebildete Psychoanalyse … oft außerordentliche, wertvolle Resultate“ gibt, „welche es uns ermöglichen, dem Patienten die richtige Beruhigung zuteil werden zu lassen“. Das Ignorieren der Psychoanalyse, insbesondere ihrer Ergebnisse für das Verständnis der Hypnose und des suggestiven Rapports, fußt wohl auf komplettem Unverständnis für ihr Wesen; so meint der Autor z. B., die Psychoanalyse bestehe darin, daß man „den Patienten frägt, wann und bei welchen näheren Umständen zum erstenmal die Störung aufgetreten ist“. (S. 126.)
W. Reich (Wien)