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Nach der Ansicht des Verfassers entsteht die Nervosität daraus, daß es heute sozusagen zum guten Ton gehöre, nervös zu sein. Wie man sich in Krankheit „hineinrede“, so könne man sich aber auch in Gesundheit hineinreden. Zum Beispiel indem man auf die Frage „Wie geht's?“ immer fröhlich antworte „Oh, sehr gut!“ (S. 27) oder indem man jedem energisch widerspreche, der etwa eine Speise für nicht bekömmlich hält (S. 26). Die Darstellung der Couéschen Methode will mit Lippenbewegungen, die das Sprechen andeuten, gelesen sein (S. 18). Diese soll noch versucht werden, wo „Psychoanalyse, Hypnose, Heterosuggestion usw.“ versagen (S.39). Für den Stil des Büchleins sind die manchmal mitten in das Satzgefüge eingeschalteten Rufzeichen charakteristisch, zum Beispiel: „Der Couéismus ist darauf angelegt, selbständig! geübt zu werden“ (S. 16).
Fenichel (Berlin)