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Nach einer kurzen Übersicht früherer Einteilungsversuche (die bis auf Plato zurückreichen), scheidet Drever zwischen den biologischen und psychologischen Einteilungsgründen und bespricht die biologische Einteilung in Ich-, Sexual- und Herdentriebe mit einzelnen kritischen Hinweisen auf McCurdy. Er schlägt dann eine psychologische Einteilung vor, die nach folgenden drei Gesichtspunkten geordnet ist: 1) Allgemeine und besondere Triebe. — Beide wieder in 2) Begehr- und Abwehrtriebe. — Die besonderen in 3) einfache und emotionale Triebe.
Eine derartige Einteilung hat seiner Ansicht nach den Vorteil, die meisten Hauptgesichtspunkte anderer Autoren — unter den neueren: Freud, Myers, McDougall und Rivers — in sich zu schließen.
Jones wirft die Frage nach dem Einteilungszweck auf, ob es sich dabei nur um eine bequeme Form der Beschreibung handelt oder ob die Absicht besteht, die Einteilung in Übereinstimmung mit ererbten biologischen Merkmalen zu bringen. Im ersteren Fall (der leider augenblicklich im Vordergrund steht), ist eine Einteilung in wenige Hauptgruppen vorzuziehen, wobei der Autor diese Klassifizierung der Triebe mit der Klassifizierung der Psychosen vergleicht, in welcher die Kraepelinsche Einteilung in wenige Hauptgruppen eine Phase größeren analytischen Verständnisses einleitete. Die Psychoanalyse hat den Wert vieler Einteilungen, die bisher auf dem Gebiet der Triebe gemacht wurden, in Zweifel gesetzt, indem sie bemüht war zu zeigen, daß diese Einheiten nichts Elementares, sondern weiter zerlegbar sind. Dies gilt natürlich vor allem von den Sexualtrieben.
Jones schlägt folgende psychologische Einteilungen der Triebe vor:
Begehren.
Abwehr. (Alle Ichstrebungen.)
Abneigung.
Flucht.
Feindseligkeit.
J. C. Flügel (London)