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Der oralen Phase gehören Betätigungen der libidinösen Regungen und Selbsterhaltungstriebe an, wie auch die Verschmelzung oder Ablenkung primitiver Triebregungen. Die Verkürzung oder Verlängerung der Saugeperiode schafft entweder ein traumatisches Erlebnis oder eine Fixierung; ersteres hat nach den Erfahrungen des Autors fast immer traumatische Wirkung. Er verweist darauf, daß die primäre Befriedigung, die normalerweise in der nächsten Phase an zweite Stelle rücken und schließlich in der Vorlust zum Koitus ihren Platz finden sollte, im abnormen Fall ihre beherrschende Bedeutung beibehalten und zur Hemmung werden kann. Diese Hemmung kann eine quantitative sein, wenn nämlich libidinöse Energie dem einen Vorgang entzogen und ein anderer damit besetzt (Verschiebung und Verdichtung) oder ein Vorgang regressiv wieder belebt wird. Ferenczi spricht von einer qualitativen Überleitung; er betrachtet den Geschlechtsakt als Vereinigung prägenitaler Erotismen (Amphimixis).
Die Bedeutung des Saugens an der Mutterbrust wird eingehend erörtert. Der Autor betont die Wichtigkeit von Faktoren, wie Geruch des mütterlichen Körpers, Farbe und Form der Brust und Brustwarze. Der Blutgeschmack von einer aufgesprungenen Warze erinnert das Kind an den ersten Blutgeruch bei seiner Geburt. Die Unlust der Entwöhnung und die ihr voraufgegangenen ersten Klapse wegen Beißens an der Brustwarze sowie die erotischen Reaktionen auf das Saugen von seiten der Mutter haben einen wichtigen Anteil an der späteren Triebumwandlung.
In seinen Ausführungen über Triebentwicklung und Objektbildung verfolgt der Autor die Abtrennung des Lust-Ichs von der unlustvollen Außenwelt durch Verschiebung der erotischen Spannung auf auto-erotische Bahnen. Das Mißlingen der Differenzierung eines Real-Ichs bewirkt die erste libidinöse Objektbindung, damit ist ein Weg zur Liebe gefunden. Der Weg zum Haß ergibt sich gleichsam durch ein Mißverständnis, indem die Bemächtigungstriebe mit den erotischen zur Bildung der sadistischen Kom