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Dieses Buch stellt einen sehr erfreulichen Beitrag zur noch sehr geringen populären psychoanalytischen Literatur dar. Es ist von einem außerordentlich verständnisvollen und genauen Kenner Freuds in durchaus gemeinverständlicher Weise liebevoll geschrieben, ohne daß wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit der Gemeinverständlichkeit irgendeine, wenn auch noch so geringe Konzession gemacht hätte. Der Autor hat sich erfolgreich bemüht, auch schwierige Gebiete unserer Wissenschaft klar und übersichtlich darzustellen. Durch die überaus große Zahl von Beispielen, die teils Freuds Werken entnommen sind, teils aus der eigenen Volksschulpraxis stammen, wobei diese ebenso einleuchtend und überzeugend wirken wie jene, wird dem Leser unausgesetzt vor Augen geführt, daß die Psychoanalyse eine empirische Wissenschaft sei und daß alle ihre Lehren, auch die theoretischen, aus der Erfahrung stammen. Die Anschaulichkeit des Stoffes wird ferner durch zahlreiche einfache Gleichnisse sowie durch mehrere, verschiedenen Werken entnommene Illustrationen erhöht. Die einzelnen Kapitel des Buches behandeln Verdrängung, Unbewußtes, Traum, Sexualtheorie, psychoanalytische Therapie und Psychoanalyse und Pädagogik. Eine Photographie Freuds ist dem Buche beigefügt. — Von den wenigen und durchaus nebensächlichen Stellen, bei denen sich kritische Einwendungen melden, sei eine einzige herausgegriffen: Wenn es auf S. 56/57 heißt, Symbole könnten einen Bedeutungswandel erfahren, so sei die Schlange „beispielsweise ein Symbol für das männliche Geschlechtsglied, für den Tod, für die Medizin, für den Handel“, so hätte doch wohl die Differenz zwischen einem „Symbol“ im psychoanalytischen Sinn und einem „Symbol“ als Sinnbild etwa im Sinn „symbolistischer“ Dichtung, bei der die Bedeutung des „Symbols“ bewußt ist, mehr Betonung finden sollen. Für ein anderes Moment, das vielleicht keinen guten Eindruck macht, ist wohl