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Eine Patientin nannte ihr Genitale „Perle“ und bemerkte dazu, eine Perle sei das Ergebnis einer Wunde in einer Muschel. Sie meinte weiter, diese Wunde durch den Tod ihres Vaters empfangen zu haben, der starb, als sie achtzehn Monate alt war. „Als er starb,“ sagte sie, „nahm er seinen Penis weg.“ Weitere Einfälle ließen keinen Zweifel darüber, daß der früh verlorene Penis ihres Vaters ihren eigenen phantasierten Penis bedeutete: So faßte sie, nachdem sie den Wunsch geäußert hatte, den Daumen des Analytikers zu berühren, nach ihrem eigenen Daumen. Die Patientin hatte also den Penis des Vaters für sich in Anspruch genommen (ihn kastriert), um dann durch seinen Tod selbst kastriert und zum Weib zu werden.
Fenichel (Berlin)