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Der Vergleich der beobachtenden Arbeitsweise des Analytikers mit der Laboratoriumstechnik zeigt besonders in jenen Fällen seine Richtigkeit, in denen der Umwandlungsprozeß psychischer Energien während der Behandlung über neue Symptombildungen führt. Die Mechanismen, deren sich die Triebtendenzen bei der Bildung der Symptome bedienen, können hier in statu nascendi erfaßt und ihre Dynamik mit besonderer Klarheit erkannt werden.
Bei einem von mir behandelten Fall war nun die Beobachtung derartiger Symptombildungen besonders günstig, denn es handelte sich dabei nicht um „passagère Symptome“ im Sinne Ferenczis, sondern um die direkte Überleitung aller krankhaften Erscheinungen in eine vollkommen neue Ausdrucksform, die in einem bestimmten Stadium der Analyse unter den Augen des Analytikers wie in einem intendierten Experiment entstanden war. Das neue Symptom entwickelte sich auf Kosten der früheren, trat gleichsam vikariierend für dieselben ein und die Beobachtung konnte feststellen, was aus dem alten Material zu dieser Neubildung benützt, was verworfen und was neu dazugetragen worden war. Es ist einleuchtend, daß das Verständnis eines solchen Neuproduktes sich nur aus der Aufklärung der Übertragungssituation ergeben konnte.
Es sollen hier aus der komplizierten und langwierigen Krankengeschichte des Patienten nur die Momente angeführt werden, die uns die Entstehung dieses Symptoms erhellen können.
Es handelt sich in diesem Falle um einen typischen psychogenen Tic, der, wie oben erwähnt, während der Analyse entstanden war und zum Tummelplatz früherer, bereits klar gewordener neurotischer Konflikte wurde, nachdem die anderweitigen krankhaften Erscheinungen verschwunden waren.