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Diese Ausführungen sind keine Analyse einer Folie du doute, eines Symptomenkomplexes, den man gemeinhin der Zwangsneurose zurechnet. Ist es doch kaum möglich, eine einigermaßen tiefgehende Analyse einer derartigen Störung zu überschauen oder gar darzustellen. Ja, es handelt sich nicht einmal um die Wiedergabe der zusammenfassenden Eindrücke eines abgeschlossenen Falles, sondern um Überlegungen, die während der Behandlung und zu ihrer Bewältigung etwa um die 120. Analysenstunde angestellt wurden. Die Publizierung des Falles erfolgt wegen des technischen Problems, während das Motiv der Niederschrift ein therapeutisches war. Durch fünf Wochen ungefähr ging nämlich ein Widerstand, nicht nur passiv, Tag für Tag auflösbar, sondern volle Auflehnung, an der die Analyse zu scheitern drohte: Der Kranke werde das, was ihm in den Kopf komme, nicht sagen; intime Dinge werde er nicht reden, da sein Verhältnis zum Arzt zu wenig persönlich sei. Er fühle sich nur als Fall behandelt, der Analytiker möge ja theoretisch ganz tüchtig sein, aber er interessiere sich nicht für ihn als Menschen; er nehme ihn zu schematisch. Die homosexuellen Wünsche, die sich in den Äußerungen zeigten, gab er ohne weiteres, aber auch ohne jeglichen Affekt als möglich zu, aber eben nur als möglich. Irgend welchen Eindruck machten diese Aufklärungen ebensowenig, wie die über den dahinter sich verbergenden Ödipuskomplex, vielmehr wurde haarscharf bewiesen, daß alles doch nichts nütze, nur Theorie sei, daß er nur als Sache behandelt werde u. s. f., endlos dasselbe.
In solchen Fällen empfiehlt sich ein zwiefaches Verfahren: Erstens dem Patienten gegenüber Geduld und völlige Passivität. Dieses Vorgehen erlaubte es der Analyse, daß sie sich weiterschleppte. Der zweite Teil des therapeutischen Verfahrens spielt sich ohne Patienten ab und besteht zunächst in einer Selbstanalyse des Analytikers. Hiebei kann man von einem einfachen Kunstgriff ausgehen: Erfahrungsgemäß werden, wenn man mehrere Analysen gleichzeitig füh