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Ein Buch, in dem Verfasser der Psychoanalyse gerne gerecht werden möchte. Das Kapitel über das psychotherapeutische Vorgehen in der Gynäkologie, das in dem 205 Seiten starken Buche in 15 Seiten abgehandelt wird, enthält einen kurzen wörtlichen Ausschnitt aus Freuds Abhandlung im „Handwörterbuch der Sexualwissenschaften“ über das Anwendungsgebiet der Psychoanalyse. Der Autor weist auf die Bedeutung der Psychoanalyse hin und gibt seinen Hörern den Rat, falls sie als wirkliche Psychoanalytiker sich mit der gynäkologischen Psychotherapie beschäftigen wollen, sich analysieren zu lassen. Er meint aber, indem er sich an Kronfeld hält, daß sich die Grundpfeiler psychoanalytischen Denkens auch für den nicht „dogmatisierten“ Arzt, nämlich den Gynäkologen verwenden lassen. Darunter versteht er eine Behandlungsart, der er die Form der Analyse gibt und die er auf der „affektiven Bindung“ des Patienten an den Arzt aufbaut. „Tritt diese affektive Bindung nicht ein, so versagt der analytische Erfolg und das Ergebnis zahlloser über Jahre hingehender Sitzungen ist gleich null.“ Abgesehen von solchen Mißverständnissen, ist die sonstige Einstellung des Autors zur Psychoanalyse die weitaus fortschrittlichste, die in einem Buch eines Klinikers zu finden ist. Besonders geht dies aus dem Kapitel über die Entstehung gynäkologischer Erkrankungen, wie Fluor, Vaginismus, Frigidität, Menstruationsstörungen,