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Der Autor versucht eine Phänomenologie der Suggestion zu geben, ein Versuch, der an sich wertvoll gewesen wäre, wenn er sich auf die Beschreibung des phänomenalen Erlebens beschränkt hätte und nicht ausgegangen wäre, Motivationen und Einstellungen zu erklären, die einzig und allein mit der Theorie des Unbewußten faßbar sind. So kommt es, daß das Buch von falschen Behauptungen strotzt. Ein Beispiel für viele: Es wird richtig gesagt, daß das Empfangen der Suggestion ein intentionales Erleben sei, doch seien die Akte des Bejahens, Verneinens usw. seitens der Suggerierten nicht auf außerbewußte Ursachen, sondern auf bewußte Motive zurückzuführen. Die psychoanalytische Theorie der Suggestion wird nicht erwähnt, aber die Wirkung der Fremd-Suggestion wie folgt erklärt: „Die Motive suggestiver Art müssen darum in jeder Mitteilung wirksam sein, weil diese als Kundgabe neben der sachlichen Bedeutung stets auch eine Beziehung der Äußerung zu dem Äußernden gegenständlich ausdrückt, eine Beziehung, die als eine besondere Art der Beziehungen vom Ganzen zum Teil zu charakterisieren ist.“
Reich
(Wien)