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Der Herausgeber Hattingberg überreicht ein Bukett von zwölf dunkelgelben Broschüren, die „in einer jedem Gebildeten ohne besondere Vorkenntnisse verständlichen Form“ über Nervosität aufklären sollen. Hattingberg selbst behandelt die Themen: „Ist Nervosität eine Krankheit?“, „Der seelische Hintergrund der Nervosität“ und „Anlage und Umwelt“. Prof. Schultz erörtert klarer die gegenständlicheren Fragen „Nervosität und erbliche Belastung“ sowie „Suggestion und Hypnose“. Marcinowski schreibt in erfrischend entschiedener Weise über „Probleme und Praxis der geschiechtlichen Aufklärung“ und in weiteren drei Broschüren über Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle und das komplizierte Thema „Gefühlszerrissenheit“. Heyers Arbeiten über das nervöse Herz sowie nervöse Magen- und Darmkrankheiten sind in ihrer Oberflächen-Psychologie besonders primitiv; Mohr endlich bespricht anregend den Zusammenhang von „Nervosität und organischen Leiden“.
Trotz aller ernsten Bemühungen, die übrigens mit Adlerschen Auffassungen zumeist die Lehre der Psychoanalyse verwässern, scheint der Zweck der Schriftenreihe kaum erfüllbar: denn der Gesunde bringt für dergleichen psychologische Erörterungen selten das Interesse auf, den Kranken macht medizinische Lektüre oft erst recht hypochondrisch.
Hitschmann
(Wien)