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Die psychoanalytische Bewegung in Rußland hat eine Geschichte von ungefähr 17 bis 18 Jahren.1
Schon in den Jahren 1908 bis 1909 war das Interesse für die Psychoanalyse hauptsächlich in den psychiatrischen Kreisen deutlich hervorgetreten und in diese Jahre fallen die ersten psychoanalytischen Publikationen von einigen Ärzten, die man als Pioniere der russischen psychoanalytischen Bewegung bezeichnen kann. Das waren nämlich Dr. M. O. Felzmann, Dr. N. E. Ossipow, Professor N. A. Wyrubow und Dr. M. Wulff, der heutige Präsident der Russischen PsA. Vereinigung, die ersten drei in Moskau, der letzte damals in Odessa.
Schon nach einigen Jahren erschienen selbständige Publikationen, die der Psychoanalyse nahestanden und die Grundarbeiten der psychoanalytischen Schriftsteller dem Leser vermittelten. Damals wurde auch die erste russische Bibliothek, die sich mit psychoanalytischen Problemen beschäftigte, nämlich die „Psychotherapeutische Bibliothek“ von Dr. Ossipow und Dr. Felzmann, herausgegeben; dort erschienen als Einzellieferungen die Arbeiten von Freud („Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, „Über die Psychoanalyse“, „Über den Traum“, „Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben“), außerdem Marcinowsky u. a. m. Ungefähr in derselben Zeit wurde auch eine psychoanalytische Bibliothek von Dr. Wulff in Odessa herausgegeben, in der Freuds „Gradiva“, Abrahams „Giovanni Segantini“, einige Werke von Stekel u. a. erschienen.
Im Jahre 1913 erschien die russische Übersetzung der „Traumdeutung“ und einige der anderen Werke Freuds.
In den Jahren 1910 bis 1914 wurde eine große russische Zeitschrift, die der Psychoanalyse sehr nahestand und sehr regelmäßig den russischen Leser über die Fortschritte der psychoanalytischen Bewegung unterrichtete, von Prof. Wyrubow u. a. begründet. Eine Reihe von Aufsätzen von Freud, Alf. Alf. Adler, Stekel, Jung u. a. erschienen dort, bis der Krieg im Jahre 1914 der Zeitschrift ein Ende bereitete.
Während der Kriegszeit war das groß gewordene Interesse für di