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In seiner Arbeit „Zur Einführung des Narzißmus“1 beschreibt Freud die beiden Typen der Objektwahl, den narzißtischen und den Anlehnungstyp. Seit der Veröffentlichung dieser Arbeit wurde jedoch unser Wissen, ebenfalls hauptsächlich durch Freuds Forschungen, urn vieles bereichert. Wir kommen immer mehr zur Einsicht, daß die Introjektions- (Über-Ich-Bildung usw.) und Projektionsvorgänge eine früher nicht genug gewürdigte Bedeutung haben. Da muß außer Freuds Werk „Das Ich und das Es“2 auch Abrahams „Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Libido“3 hervorgehoben werden, doch haben sich auch andere Autoren darum verdient gemacht. Dem Zufalle verdanke ich einen kleinen Einblick in das Zustandekommen der heterosexuellen narzißtischen Objektwahl, wobei es sich sehr deutlich zeigt, daß die erwähnten Vorgänge auch hier eine großartige Bedeutung haben. Ich will aber gleich vorwegnehmen, daß eine rein narzißtische Objektwahl (wenigstens für die Heterosexualität) fast auszuschließen ist, und daß andererseits nach dem Pubertätsalter eine rein nach dem Anlehnungstyp getroffene Objektwahl schwerlich vorkommen kann. In Wirklichkeit kommen immer beide Wege vereint vor, wobei allerdings einmal der eine, ein anderes Mal der andere Typ deutlich hervortritt.
Folgende Ausführungen versuchen diese Ansicht zu begründen.
Zwei Träume eines Patienten, der mich wegen sexueller Impotenz aufgesucht hatte, sind vielleicht am besten geeignet, uns über die vorliegende