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Auf Anregung der „Niederländischen Vereinigung für Psychoanalyse“ wurde Dr. Karl Abraham von zwei holländischen medizinischen Vereinigungen eingeladen, Vorträge über Psychoanalyse abzuhalten. Am 27. und am 29. Mai sprach er im Hörsaal der medizinischen Klinik in Leiden, in der „Leidsche Vereeniging voor Psychoanalyse en Psychopathologie“, über die „Psychoanalyse schizophrener Zustände“ vor einem kleineren, etwa dreißigköpfigen Hörerkreis, der sich aus Ärzten, hauptsächlich Nervenärzten, und Studenten der Medizin zusammensetzte. An zwei sehr interessanten Fällen von einem mehr hebephrenen und einem mehr paranoiden Patienten zeigte er den Verlauf und die Schwierigkeiten der Analyse, welche zu überraschenden therapeutischen Erfolgen geführt hatte. Dem Vorträge schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Prof. Jelgersma als Ehrenvorsitzender der Leidener Vereinigung und Dr. von Emden als Vorsitzender der holländischen Gruppe der „I. P. V.“ dankten dem Vortragenden für seine lehrreichen Ausführungen und für die Bereitwilligkeit, mit der er die Mühe der langen Reise auf sich nahm, um der an ihn ergangenen Einladung Folge zu leisten. Am 28. Mai hielt Dr. Abraham im Haag für die Abteilung der „Nederlandsche Maatschappy tot Bevordering der Geneeskunst“ für eine große Anzahl meist nicht psychoanalytisch gebildeter Ärzte einen mit großem Interesse und Beifall aufgenommenen Vortrag über „Das hysterische Symptom“.
J. v. E.