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Die sogenannte aktive psychoanalytische Technik, die ich am Haager Kongreß unserer Vereinigung in ihren Hauptzügen darzustellen versuchte1 und in späteren Arbeiten2 mit Beispielen illustrierte, fand im Kreise der Kollegen zum Teil eine recht kritische, zum Teil eine etwas zu freundliche Aufnahme. Ein Teil der Kritiker glaubte, die Psychoanalyse vor meinen Neuerungen in Schutz nehmen zu müssen, indem sie behaupteten, daß sie, so weit sie annehmbar, überhaupt keine Neuigkeit, insoferne sie aber über das Altbekannte hinausgingen, gefährlich und daher abzuweisen seien. Wie Sie sehen, die Argumente sind dieselben, die das Verbrennen der Alexandrinischen Bibliothek motivieren wollten.
Viel unangenehmer als diese Kritiken berührten mich die übermäßigen Anpreisungen einiger Jünger, die in der Aktivität die Morgendämmerung einer Art psychoanalytischer Freiheit erblicken wollten, worunter sie offenbar nichts weniger verstanden, als daß es nicht mehr nötig sei, die harte Straße der immer komplizierter werdenden analytischen Theorie zu gehen; ein mutiger aktiver Schwertstreich könne ja die schwierigsten therapeutischen Knoten mit einem Schlage lösen. Nun, da ich auf die Erfahrung einer Reihe von Jahren zurückschauen kann, glaube ich, wird es wohl am zweckmäßigsten sein, wenn ich auf die doch meist sterile Diskussion mit spekulativen Gegnern verzichte, mich auch um den unerwünschten Enthusiasmus einzelner Anhänger nicht viel kümmere, sondern mit mir selber zu Gerichte gehe und auf die schwachen Punkte der aktiven Technik selber hinweise.