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Im Jahre 1895 hat Freud von der „Neurasthenie“ der Autoren einen Symptomenkomplex als „Angstneurose“2 abgetrennt, beide als „Aktualneurosen“ den „Psychoneurosen“ gegenübergestellt und nachgewiesen, daß sie auf verschiedenen akuten Schädigungen beruhen: Die Angstneurose komme durch eine somatische Libidostauung infolge Abstinenz, Koitus interruptus oder frustrane Erregung, die Neurasthenie durch Spinalirritation infolge exzessiver Onanie oder gehäufter Pollutionen zustande. (Später kam die „Hypochondrie“ als dritte Aktualneurose hinzu.) Die Symptome dieser Erkrankungen haben keinen psychischen Sinn, sondern seien die „direkten somatischen Folgen der Sexualstörungen“. Gegenüber Einwänden gegen seine Theorie der Aktualneurosen, die sich auf die Tatsache stützten, daß auch der Aktualneurotiker die typischen Komplexe habe, forderte Freud den Nachweis einer spezifischen psychischen Ätiologie, weil auch der Gesunde seine Komplexe habe, und meinte, es komme darauf an, „ob (sie) pathogen geworden sind, und wenn, welche Mechanismen sie dabei in Anspruch genommen haben“. Überdies kämen die Aktualreurosen nur selten rein vor, „häufiger vermengen sie sich miteinander oder mit einer psychoneurotischen Affektion.“ Das aktualneurotische Moment sei „das Sandkorn, welches das Muscheltier (die Psychoneurose) mit den Schichten der Perlmuttersubstanz urnhüllt hat.“ Nun kann man mit