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Die vielfach gefundene Analogie zwischen den psychischen Mechanismen des Traumes und denen der Psychose legt es nahe zu fragen, wie weit diese Übereinstimmung im Einzelnen reicht. An der Hand von Freuds Erfahrungen über die analytische Bedeutung der Zahnreizträume wird hier untersucht, welche Rolle Zahntraumata als auslösendes und inhaltliches Motiv bei Psychosen spielen.
Es werden hiezu vier Fälle herangezogen; drei davon wurden klinisch als hypochondrische Psychose, bzw. paranoide Schizophrenic diagnostiziert, im vierten Falle handelte es sich um eine progressive Paralyse. — Einmal brach. die Psychose im Anschluß an eine Zahnextraktion, beim zweiten Fall während der zahnärztlichen Behandlung aus; im dritten und vierten spielen die Zähne inhaltlich eine dominierende Rolle. Äußere Umstände verhinderten eine mehrfache Exploration, die wünschenswert gewesen wäre; immerhin bot das ein malige eingehende Krankenexamen genügend Material.
Auszug aus den Krankengeschichten:
Fall 1, Karl C., 47 J., Tischlergeselle. Patient ist ruhig, etwas ängstlich, orientiert. Seit Weihnachten vorigen Jahres sei er krank. Er habe mit der Arbeit aufgehört, da „Lungen- und Gedärmeschmerzen“ sich eingestellt hätten. Er vermute, diese Schmerzen kämen von „Nadeln, Leim und anderem Mist“, die man ihm in verschiedenen Wirtshäusern ins Essen vermischt hätte. Seitdem befänden sich die Nadeln in seinem Körper; sie verursachen, daß er in größeren Intervallen für einige Tage oder Wochen krank werde. Die direkte Veranlassung seiner Erkrankung sei eine unmittelbar vor Weihnachten v. J. erfolgte Zahnextraktion gewesen; „dadurch entstand eine Entzündung in den Gedärmen und in der Lunge, wo eben die Nadeln liegen“. Ferner seien bei