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Nicht lange nach meiner ersten Bekanntschaft mit der Psychoanalyse stieß ich auf das Problem des Wirklichkeitssinnes, dessen Funktionsart in so scharfem Gegensatz zu der im Seelenleben sonst allgemein nachweisbaren Unlustfluchts- und Verdrängungstendenz zu stehen schien. Mittels einer Art Einfühlung in die Infantilseele kam ich zur Aufstellung, daß dem von jeder Unlust verschonten Kinde die ganze Existenz zunächst vollkommen einheitlich, sozusagen „monistisch“, vorkommen muß; erst später käme es zur Sonderung der „guten“ und der „bösen“ Dinge, des Ich und der Umwelt, des Innen und Außen; fremd und feindlich wären also auf dieser Stufe identisch.1 In einer anderen Arbeit versuchte ich dann die Hauptmomente der Entwicklung vom Lust- zum Realitätsprinzip theoretisch zu rekonstruieren.2 Ich nahm an, daß das Kind vor den ersten Enttäuschungen sich im Besitze bedingungsloser Allmacht fühlt, an diesem Allmachtsgefühl auch festhält, wenn die wunscherfüllende Wirksamkeit seines Wollens an die Einhaltung gewisser Bedingungen geknüpft ist, bis die wachsende Zahl und Kompliziertheit dieser Bedingungen es zum Aufgeben des Allmachtsgefühls und zur Anerkennung der Realität überhaupt zwingen. In dieser Deskription konnte aber noch nichts über die inneren Vorgänge ausgesagt werden, die diese merkwürdige und bedeutsame Umwandlung begleiten müssen; dazu war unsere Einsicht in die tieferen Grundlagen des Seelischen, insbesondere in das Triebleben, noch zu unentwickelt. Seither brachten uns die grundlegenden Arbeiten Freuds über