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Bis zur Psychoanalyse war alle Psychologie Ichpsychologie. Über die Steigerung und Herabsetzung des Ichgefühls wird mit anderer Benennung unter den Gemeingefühlen gesprochen. Seitdem die Depersonalisation die Psychiater beschäftigt, werden die Störungen des Ichgefühls vielfach untersucht. Namentlich Schilder hat sie in seinen Arbeiten über Selbstbewußtsein und Persönlichkeitsbewußtsein und über das Körperschema gründlich dargestellt, sich aber vorzugsweise mit den schwerpathologischen Zuständen beschäftigt. Meine Mitteilungen gehen von Zuständen aus, welche an der Grenze der Norm liegen, und stützen sich auf eigene Selbstbeobachtung und auf Mitteilung von Selbstbeobachtungen von Patienten.
Jede Definition des Ichs scheitert daran, daß in derselben das „Ich“, als Sonderwesen der Außenwelt gegenübergestellt, wiederkehrt. Beschreiben läßt sich das „Ichgefühl“ als Gefühl des geistigen und körperlichen Zusammenhanges in Hinsicht auf Zeit und Inhalt, wobei der Zusammenhang als ununterbrochene oder als wiederhergestellte Einheit zu verstehen ist.
Was den zeitlichen Zusammenhang betrifft, so wissen wir durch Freud, daß im Ubw die Zeit nicht vertreten ist. So weit die Selbstbeobachtung das Traumerlebnis sich zurückrufen kann, fehlt dem „Ich im Traume“ das Gefühl von seiner Einheit in der Zeit häufig, aber nicht immer. Die Geschehnisse des Traumes werden aber als zeitlich ablaufend erfaßt. Das widerspricht nicht dem genannten Schlusse Freuds, weil ja im Traum das Bw partiell erwacht. Wenn im Wachen das Gefühl der Einheit des Ichs in zeitlicher Hinsicht fehlt, so entstehen den Autoren wohlbekannte