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Eine schon seit Jahren sich aufdrängende Frage der Psychiatrie und auch der Psychologie ist: Wie kommt es, daß die Ursache eines Teiles unserer Geistesprozesse in eine Außenwelt verlegt wird, während der andere Teil in uns selbst lokalisiert wird? Die Verlegung nach außen nennen wir Projektion. Die erste Gruppe nennen wir unsere Wahrnehmungen, die zweite ist die Gruppe der inneren Geistesprozesse.
Wie es mit so vielen anderen von unseren Geistesprozessen der Fall ist, hat die Psychopathologie diese psychologische Frage aktuell gemacht, nicht weil im pathologischen Leben so viel mehr und so viel stärker projiziert wird, sondern weil dies in Fällen geschieht, die im normalen Leben als zum inneren Geistesprozesse gehörig betrachtet werden.
Wir fangen diese kleine Arbeit an mit einer Übersicht der Fälle, welche im pathologischen Leben projiziert werden.
Bei der Halluzination ist dies ohne weiteres deutlich. Der Patient gibt an, etwas wahrzunehmen, während wir annehmen, daß es sich um einen Vorgang seines inneren Geisteslebens handelt. Wie ist es möglich, — so hat man, so lange es eine Psychiatrie gibt, gefragt — daß der Patient in so ausgesprochener Weise sein inneres und äußeres Geistesleben verwechselt? Eine naive Erklärung gab uns die ältere Psychiatrie, indem sie annahm, daß der Reizvorgang in der Gehirnrinde nach der Peripherie reflektiert würde. Vielleicht etwas weniger naiv ist die Sejunktionshypothese von Wernicke, in der angenommen wurde, daß im Großhirn eine Art Reflexion an einer hypothetischen Trennungsfläche nach der Sinnesoberfläche im Großhirn stattfände, demzufolge der Reizvorgang verstärkt würde. — Diese beiden Hypothesen sind zu naiv, um ernstlich diskutiert zu werden.
Bei dem autochthonen Wahn behauptet der Patient, adß Gedanken bei