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Freud hat von seinem ersten Fall, den er auf die Anregung Breuers hin eingehender psychologisch untersucht hat, unterm 1. Mai 1889 folgende anschauliche Schilderung entworfen:1 „Ihr Gesicht hat einen gespannten, schmerzlichen Ausdruck, die Augen sind zusammengekniffen, der Blick gesenkt, die Stirne stark gerunzelt, die Nasolabialfalten vertieft. Sie spricht… gelegentlich durch spastische Sprachstockung bis zum Stottern unterbrochen. Dabei hält sie die Finger ineinander verschränkt, die eine unaufhörliche athetoseartige Unruhe zeigen. Häufige ticartige Zuckungen im Gesicht und an den Halsmuskeln … Ferner unterbricht sie sich häufig in der Rede, um ein eigentümliches Schnalzen hervorzubringen, das ich nicht nachahmen kann.“ Und etwas weiter unten heißt es, „daß sie alle paar Minuten plötzlich abbricht, das Gesicht zum Ausdruck des Grausens und Ekels verzieht, die Hand mit gespreizten und gekrümmten Fingern gegen mich ausstreckt“. Diese Erscheinungen werden als Reaktionen auf frühere Ereignisse bei deren assoziativen Anklingen aufgezeigt. In den späteren Arbeiten Freuds, namentlich vom Beginne der psychoanalytischen Ära an, tritt zu dieser Erkenntnis noch die andere, daß die Symptome, also z. B, die Bewegungsstörungen, noch irgendwie lustvoll sind, sei es, daß sie direkte autoerotische Befriedigungen bringen, sei es, daß sie einen Befriedigungsvorgang darstellen, z. B. symbolisieren.
Der Analytiker hat oft Gelegenheit, Bewegungsunruhen zu studieren, denn bei den meisten unserer Patienten treten als feines Reagens bewußter wie unbewußter seelischer Vorgänge außerordentlich häufig neben einfachen