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Vorliegende Arbeit befaßt sich hauptsächlich mit der weiteren Untersuchung eines bestimmten Typus von analem Widerstand, dem man zuweilen bei der Analyse von Stotterern begegnet, worauf in einer anderen Abhandlung schon kurz hingewiesen wurde.1 Dort hieß es, daß die orale Libido sich oft anal äußert, woraus sich im Zusammenhang mit dem Narzißmus die hartnäckigen Widerstände erklären, auf die man bei der Analyse von Stotterern stößt. Diese besondere Art des Widerstandes lernt man auch sonst während der analytischen Arbeit kennen; so bei den Übertragungsneurosen; aber in den narzißtischen Neurosen — besonders beim Stottern, das ein ausgeprägter Typus einer solchen Krankheitsform ist — tritt er als Obstipation in besonders schwerer Form auf. Da das Stottern einen Versuch oraler Libidobefriedigung darstellt, kann man sowohl auf psychologischer wie auf morphologischer Grundlage die nahe Verwandtschaft zwischen oraler und analer Erotik erkennen. Auch Ferenczi2 hat kurz darauf hingewiesen, wie Stuhlbeschwerden als passagère Symptombildungen sich während der Analyse als Regression des Analcharakters entpuppen.
Wenn dieser von Obstipationserscheinungen begleitete anale Widerstand in der Analyse von Stotterern auftritt, läßt sich gleichzeitig ein Zunehmen des Sprachdefektes nachweisen, der zuweilen zu fast vollständiger Stummheit führt, zu einem Mangel an freien Assoziationen, als eine Form der Sparsamkeit in der Produktion des unbewußten Materials. Das Stottern zeigt bei solchen Gelegenheiten eine Analogie zur Obstipation; beides sind Verstopfungen, die bloß verschiedene Ausgänge des Darmkanals in Mitleidenschaft ziehen.