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In der realitätsfremden — primitiven oder in der infolge eines Krankheitsprozesses in Regression verfallenen — Psyche, in der das Lustprinzip uneingeschränkt herrscht, schützt die Psyche sich vor Unlustempfindungen mit Hilfe der Halluzination der schon einmal erlebten Befriedigung eines Bedürfnisses oder in weniger ausgesprochener Form durch Illusionen, Träumereien und Phantasien, die den Schein der Realität erwecken, oder befreit sich von ihnen durch Projektion der Unlustquellen nach außen. Die Sachlage ändert sich mit der Entwicklung des Realitätssinnes. Die Anerkennung und richtige Wertung der Realität bewirkt die Ausbildung des Verdrängungsprozesses und die topische Differenzierung der Psyche als neue Schutzmaßregel gegen Triebregungen, die vom Bw-System als realitätswidrig erkannt werden.
Es soll uns die Frage beschäftigen, wie weit die Verdrängung die Anpassung an die Realität begünstigt und erleichtert und wie weit sie der Herrschaft des Realitätssinnes in der Psyche hinderlich werden kann.
Es muß in dieser Beziehung ein Unterschied zwischen der primären und der sekundären Verdrängung gemacht werden. Die primäre Verdrängung ist eine wirkliche Anpassung an die Realität, sie entsteht nur unter dem Einflusse des in Ausbildung begriffenen Realitätssinnes.
Die psychischen Vorgänge, die diesen Prozeß ermöglichen, sind die Bildung des Ödipuskomplexes, der die erste affektive Bindung mit der Außenwelt herstellt und deren affektive Wertung bewirkt — und dann der Zerfall dieses Komplexes, der zur Introjektion eines Teiles der Außenwelt und zur Bildung des Ichideals führt — jener Instanz, die eben den Vorgang der primären Verdrängung einleitet. Die Motive der primären Verdrängung werden also nur der Außenwelt, der Realität entnommen.