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In einer früheren Arbeit habe ich von der Skotomisation als einem psychischen Entwertungsprozeß gesprochen, mit dessen Hilfe das Individuum alles seinem Ich Widerstrebende zu verleugnen sucht. Wir haben den Vorgang der Skotomisation von dem der Verdrängung zu differenzieren versucht und gezeigt, daß bei der Skotomisation die Verdrängung mißlingt und daß die Psyche im Gegensatz zur normalen Verdrängung, trotz des äußeren Scheines, eigentlich nur um die als Kastration empfundene Versagungssituation herumzukommen sucht. Sie zieht dabei hauptsächlich narzißtische Äquivalente zur Triebbefriedigung heran und erreicht dadurch mehr oder weniger, je nach dem Falle, das Gegenteil der als Absicht vorgespielten Versagung. Wir haben nicht den Ausgang der mißlingenden Verdrängung darstellen wollen, sondern die Dispositionen, welche ihr Mißlingen bedingen und die Annahme begründet, daß der mißlungenen Verdrängung ein anderer Prozeß zugrunde liegt als der gelungenen, und daß die Skotomisation von der Verdrängung im allgemeinen geschieden werden muß, obgleich man beide in der Praxis nur zur gemeinsamen Resultierenden1 vereint, tatsächlich findet.
Wir wollen heute auf diese Auffassungen zurückkommen, nur so weit es uns für unser Problem notwendig erscheint. Dabei werden diese kurzen theoretischen Ausführungen nur einige Fragen aufwerfen; denn wir halten das Problem noch nicht für reif und glauben auch nicht, wesentlich Neues zur Lösung desselben beibringen zu können. Andererseits müssen wir gestehen, daß die Schizophrenie uns noch allzu oft als ein nur peripher erforschter Erdteil vorkommt, so daß wir von Zeit zu Zeit das