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Zu den häufigsten Wahnbildungen, denen wir bei der Paraphrenie begegnen, gehört wohl der Beeinflussungswahn, welcher in den denkbar verschiedensten Formen auftreten kann: bald handelt es sich um Suggestion oder Hypnose, bald um Telepathie, welcher der Kranke unterworfen wird; andere Male ist es wiederum ein komplizierter Apparat, mit welchem auf ihn eingewirkt wird.
Der Begriff des Beeinflussungswahnes ist sicher nicht deutlich abgrenzbar, er geht vielmehr ganz allmählich in den übergeordneten Begriff des Verfolgungswahnes im allgemeinen über. Daß manchmal auch jene Fälle, bei welchen sich die Patienten durch andere geschädigt fühlen, zur untergeordneten Gruppe des Beeinflussungswahnes zu rechnen sind, ergibt sich erst aus dem weitereren Verlaufe des Krankheitsprozesses. So beginnt oft eine Paranoia mit der Vorstellung des Kranken: daß der ihn behandelnde Arzt ihm durch seine Eingriffe oder im allgemeinen durch seine Behandlungsmethoden geschadet hat. Anfangs denkt dabei der Patient nicht an ein Absicht des Arztes, ihn schädigen zu wollen, vielleicht vermutet er, von ihm als Experimentierobjekt benützt worden zu sein, aber nach und nach, mit fortschreitender Entwicklung der Wahnbildung, beginnt er Zusammenhänge und Absichten zu „intuieren“, dann zu verstehen und endlich zu wissen, wobei eine sekundäre Bearbeitung1 des Wahnmateriales, wenigstens bei der echten Paranoia, die Hauptrolle spielt. Gelingt ihm diese sekundäre