You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Ein einleitender Teil untersucht historisch und kritisch die Versuche, zu einer logisch einwandfreien Bestimmung des Krankheitsbegriffes überhaupt zu kommen, und meint, diesen nur als biologischen Wertbegriff fassen zu können. Der Hauptteil untersucht die entsprechende Frage für den schwierigen Spezialfall der Psychiatrie. Es ist interessant, wie in der Geschichte der Psychiatrie deutlich ein periodisches Schwanken zwischen einer Vorherrschaft von „Somatikern“ und einer von „Psychikern“ festzustellen ist. Der Autor sympathisiert zweifellos mehr mit den ersteren. Die Psychoanalyse wird nur einmal erwähnt; sie sei für die somatische Auffassung der Psychiatrie kein Hindernis: „Nicht, daß von seiten phantastischer Psychoanalytiker der Psychiatrie heute noch eine Gefahr drohte; dafür sind deren Einseitigkeiten und Übertreibungen denn doch zu gewagt“ (S. 66).
Fenichel (Berlin)