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In New York starb am 15. März d. J., kaum 45 Jahre alt, Dr. Albert Polon, einer der angesehensten Analytiker Amerikas, der heuer neuerwählte Sekretär der „New York Psychoanalytic Society“, an den Folgen eines mehrjährigen Blutgefäßleidens. Dank seiner gediegenen Ausbildung, seines Forschungstriebes und seiner analytischen Begabung, die in Vorträgen und Diskussionen der New Yorker psychoanalytischen und sonstigen ärztlichen Vereinigungen immer vorteilhafter zum Ausdruck kamen, erwarb er sich verdiente Anerkennung immer weiterer ärztlicher Kreise. Gerade in den letzten Jahren entwickelte sich seine analytische Laufbahn zusehends. Der Tod traf ihn, als er daran ging, durch Praxis und Studium gewonnene Erfahrungen und Ideen literarisch zu verwerten. Wenige Wochen vor seinem Tode übernahm er die Führung eines psychoanalytischen Seminars, an dem sich ein engerer Kreis New Yorker Analytiker beteiligte und das ein Zentrum wissenschaftlicher Betätigung zu werden versprach. Die Psychoanalyse in Amerika erleidet durch den Tod Polons, der tiefes Interesse für Hebung des Ansehens der psychoanalytischen Wissenschaft im Lande und auch die Fähigkeit hiezu besaß, einen sehr schweren Verlust. Unsere Wissenschaft hätte gewiß noch wertvolle Beiträge vom Verstorbenen erwarten dürfen.
Für die „New York Psychoanalytic Society“: M. A. Meyer