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Nach gelegentlichen belanglosen Versuchen, den Film zur Darstellung der Lehre vom Unbewußten zu verwenden, konnte der erste psychoanalytische Film, der Ufa-Film der Neumann-Produktion „Geheimnisse einer Seele“, am 24. März d. J. in Berlin erstmalig gezeigt werden und fand viel Beifall sowohl seitens der Presse wie beim großen Publikum. Der Filmfachmann Hans Neumann (Berlin) — der von sich aus den Vorsatz gefaßt hatte, etwas vom Wesen der Psychoanalyse filmisch zu erfassen — bearbeitete gemeinsam mit Colin Roß das Manuskript und gewann als psychoanalytische Mitarbeiter und Berater unseren, leider ehe er noch die Vollendung seiner Arbeit sehen konnte, verstorbenen Dr. Karl Abraham sowie Dr. Hanns Sachs. Hierdurch gelang es, das Werk, das ein echter Film voller Lebendigkeit und Spannung ist, mit dem Geist unserer Lehre soweit wie möglich zu erfüllen, ohne ihren Reichtum ausschöpfen zu wollen und mit bewußter Beschränkung auf den dargestellten Einzelfall. Die Geschichte der neurotischen Erkrankung eines Mannes und ihrer analytischen Heilung bildet den Inhalt des Stückes, dessen Einzelheiten hier nicht genauer berichtet werden können. Ein unter der Kinderlosigkeit seiner Ehe geheim leidender Mann von intellektuellem Beruf erkrankt an der Unfähigkeit, ein Messer zu berühren und an dem Zwangsimpuls, seine Frau zu ermorden, nachdem er einen grauenvollen, langen Angsttraum hatte. Der Traum entstand nebst anderen Tagesereignissen hauptsächlich unter dem Eindruck, den die bevorstehende Ankunft eines lange Zeit abwesenden, seit der frühen Kindheit unbewußt gefürchteten Rivalen in ihm ausgelöst hat. Die Handlung läßt ihn dann in filmisch wirksamer und zugleich sinnvoller Weise den Arzt kennen lernen, der ihm seine Enttäuschung an der Frau und seine unbewußte Eifersucht aufdeckt, den hinter der Messerphobie verborgenen, gegen die Frau gerichteten Tötungswunsch wirklich bewußt macht und den ganzen neurotischen Konflikt auf ein entscheidendes Kindheitserlebnis zurückführt. So wird