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Die Wirksamkeit einer von Ferenczi gegebenen vorzüglichen technischen Anweisung soll an einem Beispiel ausführlich dargestellt werden. Vorauszuschicken ist dabei, daß der technische Eingriff hier nicht (wie Ferenczi im allgemeinen angibt)1 gegen das Ende der Analyse angewandt wurde, sondern die wirklichen Quellen der Affektivität sind beim Analysanden überhaupt erst durch seine Einwirkung eröffnet worden. Dies hatte allerdings zur Folge, daß die Analyse allmählich die, wenn auch ausgedehnte, Endphase erreicht hat.
Es handelt sich um eine „Charakteranalyse“. Der Patient kam zur Heilung seiner psychischen Impotenz in die Behandlung; es zeigte sich, daß er ein vielfachen schweren Hemmungen unterworfener Mensch ist von zwangsneurotischem Typ. Angesichts seiner „Affektlosigkeit“ gewann ich verhältnismäßig rasch den Eindruck, daß religiöse Gefühle für ihn etwas Bedeutsames, ihn Bewegendes seien. Aber es war eine Religiosität unbestimmter, verschwommener Art, die sich an moderne Zeitströmungen anzulehnen suchte; eine Abhängigkeit von der herkömmlichen Religion war nicht zu erkennen.
Der analytischen Beeinflussung folgte der Patient in der bekannten, schwer als Widerstand zu entlarvenden, passiven Gefügigkeit. Er nahm während der ganzen Vorbereitungszeit alles auf, verstand alles und setzte selbst der Berührung und Behandlung der empfindlichsten sexuellen Komplexe keinen besonderen bewußten Widerstand entgegen.2 Er bemächtigte sich allmählich der Analyse von Träumen, produzierte dabei die bemerkenswertesten Mitteilungen, Bestätigungen, auch Einsichten, ohne daß nennenswerte Veränderungen in der Affektlage, oder in der sonstigen Symptomatik sich einstellten. Das setzte sich — bei steigender Übertragungsspannung — so fort, bis es einmal aus bruchstückweise analysiertem Traummaterial zu erraten war, daß für sein Unbewußtes die Träume und die zu ihnen gebrachten Einfälle mit den pflichtgemäßen, ohne Überzeugung hergesagten Gebeten gleichbedeutend sind. Ich erklärte ihm, daß wir v