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Bei den meisten Symbolen gelingt es, wenn man die Symbolik in ihrem häufigen Vorkommen einmal als feststehend anerkannt hat, ziemlich leicht, das tertium comparationis der assoziativen Verknüpfung zu bestimmen. Bei manchen jedoch gelingt dies sehr schwer und der Psychoanalytiker muß hier einmal der Ansicht seiner Gegner beipflichten, indem er das betreffende Symbol für „weithergeholt“ erklärt. Eines der dunkelsten Symbole, auf das
Freud als erster hingewiesen hat, ist der Mantel. In seiner ersten Mitteilung1 begnügte er sich mit der Bemerkung, der Mantel symbolisiere einen Mann, und nahm an, daß der lautliche Gleichklang der beiden Wörter dies erklären könnte. Später2 stellte er fest, der Mantel sei ein männliches Sexualsymbol, an einer anderen Stelle: „Der Mantel bedeutet einen Mann, vielleicht nicht immer mit Genitalbeziehung.“
Die Ähnlichkeit zwischen einem Mantel und einem Penis mag man in der Tat als sehr wenig einleuchtend bezeichnen. Trotzdem kann es gar keinen Zweifel darüber geben, daß eine solche Symbolbeziehung besteht. Ich selbst bin dem Symbol viele Male in ganz eindeutigem Zusammenhang begegnet. Es scheint bei Männern viel verbreiteter zu sein als bei Frauen. Ein besonders klares Beispiel davon zeigte sich mir vor kurzem; es handelte sich um einen Fall, wo eine Angst vor Ansteckung, die vor allem auf Hüte und Regenmäntel gerichtet war, gemeinsam mit Assoziationen auftrat, durch die sich der Weg bezeichnen ließ, auf dem die Ideenverbindung wahrscheinlich zustandegekommen war; da diesem sehr wohl eine allgemeine Bedeutung zukommen mag, will ich ihn hier anführen.
Der erste und einleuchtendere Beziehungspunkt betrifft die Vorstellung: „Mantel als ein Teil der Person, den man leicht loslösen kann.“ Diese Eigenschaft stellt, wie ich vor Jahren gezeigt habe,3 auch beim Kot eine Verbindung mit der Kastrationsangst her; sie trägt auch bei zur Entstehung der Sexualsymbole Hut und Spazierstock.