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Über die Überreichung der am 6. Mai 1926 zum 70. Geburtstage Professor Freuds erschienenen Hefte der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse“ und der „Imago“ ist im vorigen Heft dieser Zeitschrift im „Korrespondenzblatt“ berichtet worden. Am gleichen Tage suchten Bürgermeister Seitz und der amtsführende Stadtrat Prof. Tandler Prof. Freud auf und überreichten ihm das von Künstlerhand entworfene Bürgerdiplom der Stadt Wien.
Am Abend sprachen auf Einladung des „Akademischen Vereines für medizinische Psychologie“ Dr. S. Ferenczi und Dr. Theodor Reik in einem Hörsaal der Universität über Freuds Bedeutung.
An einer Freud-Feier des Humanitätsvereines „B'nai B'rith“ sprachen Dr. Felix Kohn, Prof. Ehrmann, Dr. Hitschmann, Prof. Ludwig Braun. Die Reden ebenso wie eine Zuschrift Prof. Freuds sind im Verbandsorgan abgedruckt. (Auch das Prager Organ dieses Verbandes widmete ein Heft dem 70. Geburtstage Freuds; es enthielt Beiträge von Doz. Dr. Otto Sittig, Dr. Hitschmann, Prof. Ehrmann, Dr. Edmund Kohn, Prof. Thieberger und eine Zuschrift Freuds.)
Die „Wiener Medizinische Wochenschrift“ teilte mit, daß sie von ihrem Plane einer Freud-Festnummer zufolge des ablehnenden Verhaltens Prof. Freud abkommen mußte. Sie beschränkte sich, zwei Artikel über Freud (von Rudolf Urbantschitsch und Erwin Stransky) zu veröffentlichen. — In der „Wiener Klinischen Wochenschrift“ gedachte Kogerer des Geburtstages.
Die Wiener Tageszeitungen beschäftigten sich in ausführlichen Aufsätzen mit der Bedeutung Freuds. Die „Neue Freie Presse“ brachte einen Aufsatz von Prof. Schilder und ein Feuilleton von Stefan Zweig (das mittlerweile auch im „Almanach 1927“ des Internationalen Psychoanalytischen Verlages abgedruckt worden ist), ein Begrüßungsgedicht von Prof. Hans Vaihinger, ferner unter dem Titel „Das Los des Genius“ eine von Hitschmann besorgte Zusammenstellung von „Aussprüchen großer Männer“ mit Hinblick auf den Freud-Geburtstag. — Im „Neuen Wiener Tagblatt“ gelangte Prof. S. Erben zu Wort