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Über den I. Band referierte K. Abraham im X. Bande dieser Zeitschrift (1924, Heft 3). Zum II. Bande ist als offizieller Mitherausgeber Federn neu hinzugekommen. Der II. Band enthält zunächst Abschnitte über die Geschichte, über die Technik der Medizin, über Pathologie und über Wunden und Wundbehandlung. Sodann wird im Hauptteil versucht, eine gemeinverständliche Darstellung der gesamten, speziellen Heilkunde zu geben. Zu diesem Zwecke wird zu jedem Abschnitt Vertretern der Schuhnedizin, der Homöopathie und physikalisch-diätetischen Therapie sowie bei den entsprechenden Kapiteln dem Psychoanalytiker das Wort gegeben. Leider ist dieser Vorsatz nicht überall durchgeführt, z. B. vermißt man bei den Stoffwechselkrankheiten den „Schulmediziner“, was u. a. zur Folge hat, daß man über das Insulin fast nur die Kontraindikationen erfährt. Zum Schluß folgen noch Kapitel: Erste Hilfe, Bis der Arzt kommt, Gebräuchliche Heilkräuter und Register.
Dem Analytiker fällt auf, daß bei einzelnen Ausführungen der Homöopathen, und besonders bei denen von einigen Vertretern der physikalisch-diätetischen Schule, affektive Momente stark ausschlaggebend hervortreten. Z. B. „Im tropischen Klima müssen wir diese zwei Laster (Alkohol, Tabak) ebenso wie den (durch Klima-Anreiz gesteigerten) Geschlechtsverkehr als Schrittmacher für schwere Infektionen und den völligen Kräftezusammenbruch ansehen. Selbstverständlich gilt dies auch von den selteneren ‚Genußmitteln‘… Kokain, Morphin“ (Buchinger, Seite 837). Von Einzelheiten sei im übrigen nur erwähnt, daß einiges für den Laien, d. h. ev. Patienten allzu schroff dargestellt ist, z. B. „ganz aussichtslos ist die Behandlung der Hirngeschwülste und der multiplen Sklerose“ (Stauffer, Seite 509). Von analytischer Seite finden sich eine Reihe ausgezeichneter Beiträge. Von Federn: Hysterie und ihre Behandlung, von Federn und Meng: Impotenz des Mannes, von Ferenczi Organneurosen und ihre Behandlung, von Hollós: Der Sinn der Geisteskrankheiten, Pflege der Geist