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Maiers ausgezeichnete Monographie umfaßt so gut wie alle den Kokainismus tangierenden Gebiete. Hier soll in erster Linie eine Leistung hervorgehoben werden: Die systematische Abgrenzung der klinisch-psychiatrischen Krankheitsbilder. Nach dem Vorbild der Klinik der Alkoholpsychosen unterscheidet Maier den akuten und den chronischen Kokainismus, die Gruppe der subakuten Kokaindelirien (in gewisser Hinsicht dem delirium tremens entsprechend), den Kokainwahnsinn, die Korsakowsche Kokainpsychose und die Kokainparalyse. Die scharf herausgearbeiteten klinischen Bilder werden mit ausführlichen Krankengeschichten reichlich belegt, in denen auch der Selbstdarstellung ein breiter Raum gewährt wurde. Damit ist aber nur eines kleinen Teiles der Arbeit Erwähnung getan. Die historische Darstellung und ganz besonders das Kapitel über den Kokainismus als soziales Gefahrenmoment verdienen neben anderen besondere Beachtung. Dagegen fällt es dem psychoanalytisch Denkenden schwer, sich in die genetisch so ungleichwertigen psychologischen Begriffe zu finden, die, nach dem in der Schulpsychiatrie üblichen Vorgehen, Maier in der allgemeinen Symptomatologie verwendet. Da mit solchen Begriffen die „normale“ Persönlichkeit nur in gröbsten Zügen gefaßt werden kann, läßt die Arbeit auch ein ausführliches und systematisches Eingehen