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Heß sucht das Problem der physiologischen Lebenserscheinungen nicht mehr durch Entdeckung kortikaler Entsprechungen zu lösen, die ihm nur einen sekundären, exekutiven Wert zu haben scheinen. Er steht in der gründlich durchgeführten Untersuchung durchaus auf dem Boden der Systembetrachtung. — Animales und vegetatives System stehen einander gegenüber. Das erstere, dem der Sympathikus zugeordnet ist, orientiert das Individuum im Lebensraum. Das andere, dem Parasympathikus verbunden, vertritt die einzelnen Zellindividuen ihrem Lebensraum gegenüber, dem Säftestrom. Es geht nicht an, die Ermüdung mit ihrer Folge, dem Schlaf, aus einem bis zu einem bestimmten Grade erfolgten Verbrauch an Substanz, einer Ansammlung von Ermüdungsstoffen im animalen System selbst zu erklären. „Wenn im Schlaf der animale Apparat seine Funktionsfreiheit verliert, so ist es nicht deshalb, weil er bis zur Leistungsunfähigkeit erschöpft ist oder weil er die Freiheit in Auswirkung autonomer Potenzen aufgibt, sondern weil ihm von seiten des vegetativen Nervensystems Funktionsruhe aufgezwungen wird.“ Alle Schlaferscheinungen an den vegetativen Erfolgsorganen zeigen, daß hier eine Systemwirkung i. S. einer erhöhten Wirkung des Parasympathikus vorliegt, während das den Sympathikus reizende Kokain auf den psychischen Ablauf enthemmend wirkt. Das den Parasympathikus affizierende Ergotamin wirkt experimentell schlaferzeugend. Wie verhält sich dabei das Zentralnervensystem? „Es ist nicht möglich, zu einer Erklärung der kortikalen Hemmungen zu kommen, wenn man dem Erklärungsversuch ein Abhängigkeitsverhältnis der verschiedenen Schichten des Gehirns zugrunde legt, wie es im Ablauf animaler Funktionen zur Auswirkung gelangt. Hier gilt es zu erkennen, daß die Rangordnung der Schichten in der Synthese animaler Leistungen nicht gleichzeitig auch die Ordnung ihrer gegenseitigen Beziehung im vegetativen Regulationsmechanismus ist. Der Kortex, welcher in der animalen Funktion die Führung hat, ist im vegetativen Leb