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Dieses Buch verfolgt warscheinlich ein mit Absicht eng umgrenztes Ziel. Es scheint sich an irgendeinen Kreis von Gebildeten zu wenden, von dem angenommen wird, daß er Einfluß auf die Gesetzgebung und zugleich den Wunsch hat, darüber unterrichtet zu werden, welche Stellung eine Regierung zur Frage der Laienanalyse einnehmen sollte. Die Antwort, die das Buch gibt, ist vollkommen eindeutig; es kann nach ihr hinsichtlich der persönlichen Ansicht Prof. Freuds über diesen Gegenstand kein Zweifel bestehen. Immerhin, der ausübende Analytiker, der mit allen Komplikationen und Schwierigkeiten des Problems vertraut ist, dürfte es von seinem Standpunkt aus bedauern, daß Prof. Freud sich mit den örtlichen Autoritäten Wiens nicht kürzer, etwa in einer Abhandlung vom vierten Teil der vorliegenden Arbeit auseinandergesetzt und sich nicht eher der technischen Seite des Problems zugewandt hat, an der unsere Praktiker so tief interessiert sein würden. Denn es darf nicht verschwiegen werden, daß viele von den einschlägigen Gesichtspunkten nur flüchtig gestreift, vereinfacht oder auch ganz unerwähnt gelassen worden sind, so daß sich bei vielen Analytikern Unbefriedigtheit und der Wunsch nach einer ausführlicheren Darstellung bemerkbar machen dürfte.
Das Buch ist abgefaßt in Form eines sokratischen Dialogs zwischen Prof. Freud und einem ideal (sehr ideal!) vorgestellten gebildeten Gegenspieler, der an das Problem ganz unparteiisch herangeht. Es ist eine Form, die, wie wir es beispielsweise aus den „Vorlesungen“ wissen, der Darstellungskraft des Meisters in bewundernswerter Weise entspricht, denn sie ermöglicht es ihm, sich am unmittelbarsten mit den Fragen und Einwänden, die sich bei seinen Hörern regen können, auseinanderzusetzen. Bei diesem Verfahren ist es für den Erfolg ganz unerläßlich, daß man im Erraten der jeweils möglichen Bedenken der Hörer mit strenger und gewissenhafter Unparteilichkeit vorgehe, und diese Bedingung weiß Prof. Freud besser als jeder andere zu erfüllen. Bei den