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Der von der „internationalen Gesellschaft für Sexualforschung“ veranstaltete Kongreß fand in Berlin vom 10. bis 16 Oktober 1926 statt. Sein Programm legte zweifellos besonderes Gewicht auf Quantität, — enthielt er doch nicht weniger als 126 wissenschaftliche Vorträge (von denen allerdings eine Anzahl durch Absagen der Redner entfielen), die die verschiedensten Probleme der Biologie, Physiologie, Pathologie, Psychologie, Soziologie, Ethnologie, Jurisprudenz usw. behandelten. Das Programm mußte in elf Halbtagen erledigt werden; es ist ohne weiteres verständlich, welch hohe Anforderungen also an den Zuhörer gestellt wurden. Daß bei einer solchen Anzahl von Vorträgen ihre wissenschaftliche Qualität eine recht verschiedenartige war, ist leicht zu begreifen. Dieser gewaltige Kongreß stand unter der Leitung von Geheimrat Moll. Die Anordnung, daß verschiedene „Sektionen“ gleichzeitig tagten und die durch den großen Umfang bedingte Programmunsicherheit brachten es mit sich, daß Referent einige wichtige Vorträge, wie die von Adler und Steinach, nicht hören konnte. Im folgenden sollen nur einige den Psychoanalytiker interessierende Themen herausgegriffen werden.
Die psychologischen Vorträge krankten sämtlich daran, daß sie ohne Psychoanalyse Sexualpsychologie machen wollten. Daß sie fast alle